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Escrima/Geschichte
  Escrima Geschichte  

Escrima hat seine Wurzeln auf den Philippinen. Der Stock- und Waffenkampf wurde über Generationen im Geheimen weitergegeben. Diese, für das Schlachtfeld entwickelte Kampfkunst, bei der es ums pure Überleben ging, ermöglichte es den Einheimischen, sich wirksam gegen die spanischen Besatzer zur Wehr zu setzen.
Erst viel später, in den 60er Jahren fand das Escrima seinen Weg in die "Neue Welt". Viele Filipinos siedelten sich in den USA an und betrieben dort anfangs ihre Kampfkunst nur unter sich. Eine Hochburg des Escrima wurde schon bald die Stadt Stockton, in der Nähe von San Francisco. Dort lebte auch Rene Latosa. Von seinem Vater John Latosa inspiriert, begann er 1968 mit dem Studium des Escrima, bei Angel Cabales (Serrada) und Max Sarmiento (Cadena de Mano).

Master Bill Newmann>Als Soldat der US-Airforce wurde er 1974 in England stationiert. So kam es, dass sich unser Großmeister Bill Newman in Renes Schule in London einfand, um zu sehen was dort trainiert wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte Master Bill bereits viele Jahre lang Wing Chun trainiert.
Er war nachhaltig so begeistert, dass er mit vollem Einsatz und ganzem Herzen Escrimador wurde. Später holte er Rene Latosa in seinen eigenen Club und trainierte mit ihm bis zu dessen Zurückverlegung in die USA. Nun war er inzwischen soweit selbst Escrima unterrichten zu können. Nach einer Einladung von Keith Kernspecht kam es 1978 zum ersten Seminar mit Rene Latosa und Bill Newman in Deutschland.
 
      Master Bill Newmann  

Mehrfach jährlich haben Escrimadores in der EWTO die Möglichkeit, unseren Großmeister Bill Newman auf Lehrgängen anzutreffen. Er ist der Vater des Escrima in Europa und repräsentiert, mit seiner Erfahrung und seinem Können, eindrucksvoll das Konzept des Escrima in all seinen vielfältigen Möglichkeiten. Einer der letzten alten Meister in der Kampfkunst!

Auch heute noch finden sich traditionelle Elemente im Waffenkampfsystem der EWTO, doch ein rein traditionelles System wäre für den praxisnahen Einsatz nahezu unbrauchbar. Bereits damals übten die spanischen Besatzer - mit ihrer eigenen Art zu kämpfen - großen Einfluss auf das Escrima aus. Man wurde mit neuen Waffen konfrontiert, die ihre Eigenheiten hatten und Vor- und Nachteile in verschiedenen Situationen mit sich brachten. So war und ist man stets bereit, den Horizont zu erweitern und jederzeit sinnvolle Änderungen und Neuerungen aufzunehmen.
Funktion geht hier vor Tradition - das moderne Escrima von heute ist das Ergebnis von verschiedensten Einflüssen und Entwicklungen.

Text: Thomas Theren (damals)1. TG Escrima
ewto